Der Äquator liegt hinter uns

Heute Nacht um 01.43 Uhr UTC haben wir die viere Äquator-Überquerung unserer Reise geschafft. Wir haben uns ordnungsgemäß mit einem Schluck Rum vom Südatlantik verabschiedet und den Nordatkantik begrüßt mit der Bitte um wohlwollende Behandlung, solange wir drin rum schippern.

Das Datum stimmt nicht. Wir haben ein älteres GPS-Modell 🫢 und das lässt sich leider nicht richtig einstellen 

Zur Feier des Tages haben wir uns eine kleine Dose Bier geteilt. Der Sekt wird bis zum nächsten Landfall aufgehoben, dann können wir auch gleichzeitig die vollendete Weltumsegelung feiern. So ganz haben wir die noch nicht geschafft. Wir liegen etwa 60 sm östlich von dem Punkt, wo wir vor 15 Jahren den Äquator auf dem Weg nach Brasilien überquert haben.

Der Wind ist erwartungsgemäß schlapp bis gar nicht vorhanden und Mr. Perkins rattert unermüdlich vor sich hin.

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FROHE OSTERN🐇🐣

Wie schon vermutet, hat der Osterhase uns hier mitten auf dem Atlantik nicht gefunden. Es gibt also auch weiterhin erstmal keine Eier auf dem Meerbaer.

Wir sind mittlerweile in der Kalmenzone angekommen. Seit Samstag Abend um 19 Uhr, nachdem wir nur noch mit einem Knoten vorwärts kamen, muss Mr. Perkins ran. Er hatte ja lange Schonzeit. Wir sind gespannt, wie lange uns die Flaute erhalten bleibt, bis wir wieder segeln können.

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Ruhige Tage und Nächte

Es geht gemütlich weiter. Wir nähern uns ganz langsam dem Äquator. Bis auf einmal sind wir bisher von Squalls verschont geblieben, aber der eine hat dann auch gleich für Bruch gesorgt. Unsere dicke Solarzelle musste dran glauben. Es hatte geschüttet wie aus Eimern und es hatte sich ein dicker Wassersack im Tuch vom gerefften Groß gesammelt. Weil bei einem Squall üblicherweise nach dem Wind kurzfristig Flaute einsetzt und danach der Wind gerne aus der anderen Richtung kommt, sollte das Großsegel für alle Fälle mittschiffs stehen. Dummerweise hatte sich neben dem großen Wassersack auch noch ein kleinerer versteckt und der verhakte sich veim Schiften ausgerechnet hinter einer Ecke von der Solarzelle. Die Zelle bog sich etwas nach oben, es knackte einmal ganz kurz und die Glasoberfläche war über die gesamte Fläche gesplittert. Sie arbeitet zwar noch, aber bei den bald zu erwartenden Regenschauern wird wohl Wasser eindringen und über kurz oder lang wird die Solarzelle wohl ihren Geist aufgegeben. Ärgerlich, aber Shit happens 🙁

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Ein kurzer Traum

Gestern früh um 8 Uhr haben wir nun endlich den Gennaker,  liebevoll „Zampel“ genannt, gesetzt. Es kehrte umgehend eine herrliche Ruhe ein im Schiff. Kein Geschaukel. Kein Gezerre mehr. Und wir waren gleich um mehr als einen ganzen Knoten schneller unterwegs.

Der „Zampel „

Das Ding zog uns den ganzen gestrigen Tag, die Nacht und heute Abend bis 20 Uhr durch den Südatlantik. Dann passierte es: ein paar Wellen kamen blöde an, nahmen dem Gennaker den Wind weg, der fiel kurzfristig zusammen und beim wieder aufblähen gab es ein kurzes „Ratsch“ und das gute Teil war fällig für den Segelmacher. Also Bergeschlauch runter und die Wurst bergen, verstauen und die Genua wieder setzen. Es fehlen jetzt 50 % an Segelfläche. Wir sind ganz traurig. Diese 36 Stunden waren eine Wohltat. Aber vorbei ist vorbei. Morgen früh werden wir unsere Flickvorräte durchforsten, ob sich da eventuell etwas findet, mit dem wir den Riss reparieren können. Die Hoffnung ist gering.

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Seit einer Woche auf See

Wer hätte gedacht, das hier so schlapper Wind ist? Und wir sind noch lange nicht in den Doldrums, wo der dann erstmal ganz weg ist und ohne Motor gar nichts mehr geht.

Seit gestern haben wir für etwas mehr Vortrieb unsere alte Selbstwendefock als Besanstagsegel gesetzt. Das bringt vielleicht einen halben Knoten mehr, alles zählt! Vom Wind her könnten wir auch den Gennaker setzen, aber merkwürdigerweise sind die Wellen immer noch so hoch, dass wir befürchten, das schon dreimal geflickte Segel kaputt zu fahren. Vielleicht kommt es ja später doch noch zum Einsatz, wenn die See ruhiger wird.

Fock als Besanstagsegel

Kochen ist seit gestern anspruchsvoller geworden. Uns ist eine kardanische Haltung am Herd weggebrochen und nun schaukelt er nicht mehr. Reparieren auf See ist leider nicht möglich.  Jetzt steht der Herd festgebunden auf seinen Füßen und beim Kochen sind hohe, festgeschnallte Töpfe gefragt. Pfanne geht nur, wenn man daneben stehen bleibt und die Pfanne mit den Schiffsbewegungen über der Gasflamme hin und her schwenkt. Die Provisorium muss bis zu den Kapverden erstmal so funktionieren. Öfter mal was Neues 🙁

Ansonsten alles in Butter auf’m Kutter (frei nach Käpt’n Blaubär).

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3 ziemlich ereignisarme Tage auf See

Wie schon vermutet, plätschern die Tage und Nächte so dahin. Wir sind gemütlich und recht langsam unterwegs. Unsere Etmale liegen bei knapp 100 sm. Es sieht auch nicht so aus, als würde sich da viel dran ändern in den nächsten Tagen. Also schleichen wir weiter mit 3 – 4,5 kn dem Äquator entgegen. Sind ja „nur noch“ 1.200 sm.

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Wieder unterwegs…

Seit gestern Vormittag segeln wir wieder. Unser Ziel: über den Äquator bis zu den Kapverden. Luftlinie ca. 2.500 sm. Wir rechnen mit etwa 4 Wochen.

Die Jagd nach ein paar Eiern auf St. Helena war leider nicht von Erfolg gekrönt. Wir haben wirklich jeden „Supermarkt“ abgeklappert und sogar in einem Café, das irgendwas mit Eiern auf der Karte stehen hatte, haben wir gebettelt, aber die brauchten ihre paar verbliebenen Eier für ihre Gäste und konnten keine entbehren. Muss dann halt ohne gehen. Der Kartoffelsalat schmeckt auch so und der Apfelkuchen vom Blech ist auch ohne Ei lecker.

Da die Fahrt vermutlich eher unspektakulär verlaufen wird, werden wir diesmal nicht jeden Tag einen Bericht hochladen. Ist wohl eher langweilig zu lesen, dass der Wind mal so und mal so ist und sonst nichts passiert.

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